Hallo, ich bin Eve, 73 Jahre alt und habe Alopecia Universalis. Aber ich habe gelernt, mich selbst zu akzeptieren, und ich bin jetzt glücklich und selbstbewusst. Ich möchte anderen Menschen mit Alopecia Universalis Mut machen und zeigen, dass man auch ohne Haare schön und glücklich sein kann.


Drei Monate vor meinem 70. Geburtstag zeigte sich eine kreisrunde Haarlücke. Daraus entwickelte sich innerhalb von zehn Monaten eine Alopecia Universalis.
Mich haarlos in der Öffentlichkeit zu zeigen, brauchte Mut und Überwindung. Mein «Gwunder» (Dialektwort statt Neugier – mag ich, weil das Wort Wunder dabei ist!) war gross genug, um dieses Experiment zu wagen.

Ich wollte wissen, ob das wirklich so ist, dass sich die Leute umdrehen, dass ich angestarrt werde und blöde Bemerkungen zu hören bekomme. Die Perücke war keine Lösung für mich, sie pikste, engte mich ein und ich fühlte mich «künstlich».

WIR LERNEN, WÄHREND
WIR GEHEN,
DENN DER WEG SELBST
IST DER LEHRER.

Befürchtungen aufzufallen, anders zu sein als die anderen, nicht dazu gehören, angepöbelt zu werden… sind real, am Anfang.
Allmählich realisierte ich, dass ich das selbst zwischen meinen Ohren kreierte. Es war ein übler Gehirnfurz in meinem Kopf. Wie sonst ist es möglich, dass ich diverse Komplimente von wildfremden Menschen bekomme für meinen Mut, mich zu exponieren?


Dass die Reaktion der Umgebung auf dem Land anders ist als in der Stadt, liegt auf der
Hand. Trotzdem, dies ist mein Beitrag, um möglichst Viele zu ermutigen zu experimentieren.